Textil

Textilien und Kleidung sind wesentliche Bestandteile unserer alltäglichen Wirklichkeit. Textiles Gestalten vereint handelndes Lernen und sinnliches Wahrnehmen. Im Bereich des textilen Gestaltens werden offene Forschungs- und Gestaltungsräume geschaffen, die das Lernen anhand originaler Begegnungen ermöglichen. Textile Materialien haben Aufforderungscharakter und fordern zu unterschiedlichen Auseinandersetzungen mit den Materialien, Formen und Farben an. Textiles Gestalten vereint künstlerisches Wirken mit handwerklicher Arbeit, indem das Empfinden für Kunst und Ästhetik gefördert und die hieraus entstandenen Ideen mithilfe verschiedener handwerklicher Techniken umgesetzt werden.

Dabei gilt es nicht nur Feinmotorik und künstlerisches Empfinden zu schulen, sondern durch die Initiierung von Gruppen- und Partnerarbeit auch das soziale Empfinden der Schüler/innen zu fördern. Gleichzeitig bietet das textile Gestalten eine Vielzahl von Möglichkeiten, Schlüsselqualifikationen zu erlangen und Kompetenzen zu entwickeln zur Bewältigung von Situationen aus dem Bereich der Selbstversorgung.

Unterrichtsinhalte
Der Unterricht erschließt den Schülern aus lebenspraktischer Sicht wichtige Teilaspekte des Umgangs mit Textilien in alltäglichen Lebenssituationen.
• Elementare Erfahrungen mit textilem Material
• Eigenschaften und Funktionen von textilem Material
• Sich mit Textilien kleiden
• Funktion verschiedener Textilien
• Kennen lernen verschiedener Materialien und Herstellungstechnik
• Grundlegende textile Techniken
• Gestalten von Textilien
• Verarbeitung von textilen Flächen
• Umgang und Pflege von Textilien (Kleidung, Heimtextilien, Kunstobjekt)

Textiles Gestalten findet an der Martin Buber Schule in den jeweiligen Klassenzimmern oder im Kunstraum statt. Hier werden geplante Themen erarbeitet, die sich zum Teil fächerübergreifend über mehrere Wochen oder Monate hinziehen (Themenbeispiele: Literaturwettbewerb (gefilztes „Lese“- Zelt), Musical „König der Löwen“ (Bühnenbild und Kostüme). Dabei geht es um das Erlernen von Techniken (Färben, Drucken, Bemalen, Applizieren, Filzen, Weben etc.) sowie um kreatives, freies Gestalten mit Farben, Werkzeugen und Materialien und die Betrachtung von eigenen und fremden Kunstwerken. Die dabei entstandenen Werke finden ihre Wertschätzung entweder als Dekorations- oder Gebrauchsobjekt innerhalb der Schule oder im Lebensraum der Schüler/innen.

Mit Beginn des Schuljahres 2011/2012 wurde die Schülerfirma EigenArt gegründet. Klassen- und stufenübergreifend arbeiten die Schülerinnen und Schüler einmal wöchentlich an einem ganzen Schultag in der Schülerfirma, in der sie Kunst-, Dekorations- und Gebrauchsartikel aus dem Textilbereich produzieren. Neben der Produktion erhalten die Schüler die Möglichkeit weitere betriebsorganisatorische Tätigkeiten kennen zu lernen: Einkauf von Verbrauchsmaterialien (Anbietersuche, Preisvergleich), Konto- und Buch-führung, Vermarktung und Verkauf, Personalplanung, Einhaltung von Betriebs-vorschriften, und vieles mehr. Möglichkeiten zum Verkauf der Produkte bieten sich durch eine dauerhafte Ausstellung der Objekte im Schuleingangsbereich, Kundenbestellungen persönlich/ online, Schulveranstaltungen und auf dem Weihnachtsbasar in Dabringhausen. Das Arbeiten in der Schülerfirma ist Bestandteil des Schulprogramms und Teil der Berufsorientierung an der Martin Buber Schule. Ein wichtiges Ziel des Projektes ist es, die Schülerinnen und Schüler möglichst realitätsnah und handlungsorientiert mit den vielfältigen Anforderungen der Arbeitswelt vertraut zu machen und die Ausbildung von Schlüsselqualifikationen zu fördern.