Medienkonzept

Wir leben in einer von Medien gestalteten Welt. Kinder und Jungendliche wachsen in eine Gesellschaft hinein, die zunehmend durch Kommunikations- und Informationstechnologien gekennzeichnet ist. Medien sind beispielsweise Radio, Fernsehen, Computer etc. Für unsere Schüler ist es im Sinne der sozialen Integration bedeutsam, einen Zugang zu den neuen Medien zu haben und mit ihnen umgehen zu können. Unter Medien können alle Mittel zur Informationen, zur Kommunikation, zur Unterhaltung und zum Lernen zusammengefasst werden. Medien prägen im besonderen Maße nicht nur das schulische Leben unserer SchülerInnen, sondern auch das private und berufliche Leben. Auf den Einsatz von Medien kann daher nicht verzichtet werden, da in unserer Gesellschaft eine grundlegende Medienkompetenz erwartet wird. Um den wachsenden Anforderungen des Alltags gerecht zu werden ist der Bildungsauftrag der Schulen ihren Schülern Medienkompetenz zu vermitteln.

Eine Schule mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung sollte ihren Schülern grundsätzlich möglichst viele Bezugspunkte zur Gesamtgesellschaft ermöglichen. Das beinhaltet die Teilhabe an wichtigen kulturellen Wertschöpfungen dieser Gesellschaft, wozu der Umgang mit den neuen Medien, speziell der Einsatz des Computers, in unserer modernen Mediengesellschaft gehört. Der Aufbau von Medienkompetenz verfolgt das Ziel, unsere Schüler hinsichtlich ihrer Gestaltung des Alltages und im Hinblick auf ihre berufliche Eingliederung im Rahmen ihrer individuellen Möglichkeiten zu einem größtmöglichen Maß an Selbstständigkeit und Selbstbestimmung hinzuführen.

Daher möchten wir das Lernen mit und über den Computer intensiv in den Unterrichtsalltag integrieren

• Als fester Bestandteil im differenzierten Klassenunterricht
• Als Medium in der Verwirklichung offener Unterrichtsformen
• In der konzentrierten Kleingruppenarbeit
• In der Einzelfördersituation
• Bei der speziellen Förderung von Schülern mit schwerer Behinderung
• Bei der speziellen Förderung von Schülern mit einer autistischen Symptomatik

Medien in der Schule können in zwei Bereiche aufgeteilt werden: In der Medienerziehung werden Medien zum Unterrichtsthema (z.B. Zeitung, Internet, Fernsehen). In der Mediendidaktik werden Medien eingesetzt, um Lehr-/Lernprozesse zu optimieren.

Neue Medien ermöglichen den SchülerInnen folgende Lernchancen:
• Zurechtfinden in der Medienwelt
• Durch Medien vermittelte Informationen einordnen können
• Fachinhalte medienunterstützt lernen
• Durch Medien Wissen aneignen
• Technische Handhabe von Medien
• Kommunikation mithilfe von Medien
• Umgang mit Medien in der Schule und in der Freizeit
• Dokumentieren mithilfe von Medien
• Reflexion über Medien
• Förderung der Kreativität
• Freude und Spaß am Lernen
• Selbstbewusster Umgang mit Medien in der Gesellschaft
• Kritischer Umgang mit Medien

Die Bedeutsamkeit der Auseinandersetzung mit neuen Medien hat in den letzten Jahren an unserer Schule stark an Bedeutung gewonnen. Dies lässt sich vor allem dadurch begründen, dass jede Klasse über mindestens zwei PCs verfügt. Damit ist es möglich die beiden grundlegenden Bereiche des Umgangs mit Medien, den der Medienerziehung und den der Mediendidaktik, in den Unterricht zu integrieren.

Im Sinne der Medienerziehung hat der Computerunterricht Einzug in den Stundenplan erhalten. Dabei stehen vor allem das Erlernen der grundlegenden Begrifflichkeiten der Computersprache sowie der grundlegenden Fertigkeiten bis hin zum eigenständigen Umgang im Vordergrund. Dies erfolgt anhand der individuellen Lernvoraussetzungen der Schüler auf unterschiedlichen Lernstufen von der Vorstufe bis hin zur BPS.

Im Sinne der Mediendidaktik findet der Umgang mit dem Computer in vier Aufgabenbereichen (Informieren, Kommunizieren, Produzieren, Präsentieren) Einzug in die verschiedenen Unterrichtsfächer. Aufgaben am Computer lassen sich dabei besonders gut in offenen Unterrichtsformen wie zum Beispiel im Stationenlernen (Computer als eine Lernstation) einbetten.

Der Aufgabenbereich Informieren umfasst:
• Kurze Informationsfilme anschauen
• Informationen aus Lernsoftware entnehmen
• Texte lesen und verstehen
• Internetrecherche

Der Aufgabenbereich Kommunizieren umfasst:
• Emails lesen
• Briefe lesen
• Emails schreiben

Der Aufgabenbereich Produzieren umfasst:
• Malen
• Buchstaben und Zahlen schreiben
• Namen schreiben
• Texte schreiben (Einladungen, Briefe, Emails)
• Dokumente drucken
• Antworten zu Aufgaben finden
• Fotos bearbeiten und drucken
• Diashows
• Powerpoint
• Schülerzeitung

Der Aufgabenbereich Präsentieren umfasst:
• Geschriebenes Vorführen
• Ergebnisse von Lernsoftwareaufgaben zeigen
• Bilder zeigen
• Powerpointpräsentation

Unsere Lernsoftware

Nach gründlicher Überlegung und Abwägung mit allen Kollegen der MBS erscheinen uns folgende Lernsoftwares als für unsere Schülerschaft besonders geeignet. Für diese Programme hat die Martin-Buber-Schule daher Mehrplatzlizenzen erworben, so dass ein kontinuierlicher Umgang von der Flexiblen Eingangsstufe bis hin zur Berufspraxisstufe möglich wird. Der Gebrauch der einzelnen Programme wird daher in den individuellen Stufen des Computerführerscheins berücksichtigt, so dass gewährleistet werden kann, dass die einzelnen Schüler im Laufe ihrer Schullaufbahn mit diesen Programmen in Kontakt kommen und den sachgerechten Umgang mit diesen erlernen.

Hanna und Co
Hanna & Co ist ein Computerprogramm für den Lese- und Rechtschreibunterricht. Es enthält den erweiterten Grundwortschatz der ersten und zweiten Schulstufe mit den dazugehörigen Audiodateien sowie vielen Sätzen und Geschichten in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. Die Ansteuerung des Programms kann mit Hilfe der Maus, der Tastatur, einem Touch-Monitor oder per Scanning mit den 1, 2 oder 3 Taster(n) erfolgen. Das Programm bietet als multimediale Lernumgebung ein vielfältiges Übungsmaterial für alle Aspekte des Lese- und Rechtschreibunterrichts (Schreibübungen, analytische Übungen auf Buchstaben-, Wort- und Satzebene). Die Übungen sind entweder mit themenspezifischem oder frei wählbarem Material (Buchstaben, Wörter) spielbar. Man kann das Übungsmaterial durch eigene Begriffe und Wörter ergänzen

Catch Me
Catch Me ist ein einfach zu bedienendes Programm zum Erlernen der Maussteuerung bzw. eines alternativen Mauseingabegerätes (z.B. Joystick). Catch Me ist für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit körperlichen Einschränkungen besonders geeignet, da damit ein spezielles Eingabesystem optimal geübt werden kann. Die vielen Einstellungsmöglichkeiten erleichtern die Orientierung am Bildschirm (Auge-Hand-Bildschirm-Koordination) sowie das schrittweise Erlernen richtiger Bewegungen. Neben der Mausbedienung können Farben und Formen (auch Kombinationen) sowie Zahlen und Buchstaben geübt werden. Ziel ist die Beherrschung der wichtigsten Mausaktivitäten (Bewegung, Linksklick, Doppelklick, Klicken - Ziehen - Klicken, Drag & Drop) in normalen Windows-Anwendungen. Bedienbar ist das Programm auch mit den Cursortasten des Computers sowie mit externen Tastern.

Budenberg
Die Lernsoftware umfasst eine Sammlung von Programmen für den Unterricht in Deutsch, Mathematik, Englisch und Sachkunde der Klassen 1 bis 6 in Grund- und Förderschulen. Merkmale der Programme sind u. a.: Sprachausgabe bei den Erstleseprogrammen, klare Bildschirmgestaltung, abrufbare oder automatische Hilfen bei Fehlern, vergrößerte Darstellung von Ziffern und Texten, Mengendarstellung bei Matheprogrammen, Bilddarstellungen bei Erstleseprogrammen, Ergebnisprotokoll, Ausdruck von Kopiervorlagen. Das Programm hat eine klar gegliederte Benutzeroberfläche und ermöglicht die Steuerung über Maus oder Tastatur bzw. die Anpassung an Sensorboxen für körperbehinderte Schüler. Die Programmauswahl erfolgt über ein Gesamtmenü. Das Auswahlmenü besteht in der Regel aus der Abfolge von drei Fenstern (Klassenstufe und Lernbereich, Schwierigkeitsgrad, Einzelprogramme). Fehlerhafte Eingaben werden mit einem Flimmern am Bildschirmrand quittiert, zusätzlich wird meist eine Lösungshilfe eingeblendet.