Frühlingskwerkstatt

Die Vision „inklusiver Begegnungsraum“

Im Sinne unseres Leitgedankens „Alles wirkliche Leben ist Begegnung“ entstand im Jahr 2007 der Wunsch, unsere Schule und unsere Möglichkeiten der Öffentlichkeit näher zu bringen und verstärkt menschliche Begegnungen über unsere Schülerschaft hinaus in unserem Hause stattfinden zu lassen. Die Martin-Buber-Schule sollte als Begegnungs- und Lernraum kennengelernt, Berührungsängste sollten überwunden und Vorurteile abgebaut werden sowie das Miteinander-Lernen gelebt werden. Das Gemeinschaftserlebnis der Menschen, der Abbau von Unsicherheiten im Miteinander, gemeinsame Erfolge und Verständnis füreinander sollten sich entwickeln können. Kurz: In unserer Schule soll die Inklusion gelebt werden! Wir sehen nicht nur unsere Aufgabe darin, Schülerinnen und Schüler auf eine inklusive Gesellschaft vor zu bereiten, sondern möchten auch in unserer Schule mit unseren spezifischen Möglichkeiten, unserer Art Unterricht und Lernen zu gestalten inklusives Lernen für Schülerinnen und Schüler aus dem schulischen Umfeld anbieten. Alle Schülerinnen und Schüler bei dem gemeinsam gestalteten Lernen sind Lernpartner, wo die individuellen Kompetenzen, die jeder in die Gruppe einbringen kann im Vordergrund stehen. So entwickelte sich die Vision, gemeinsam mit anderen Kindern und Jugendlichen an einer Förderschule Unterricht zu gestalten sowie gemeinsame Lern- und Begegnungsräume zu schaffen und zu nutzen.

Die Umsetzung „Frühjahrswerkstatt“

Zum Frühjahr 2008 wurde dieser Gedanke erstmalig in der Realität gelebt. Die Schülerinnen und Schüler der Martin-Buber-Schule erarbeiteten in ihrem Unterricht verschiedene Workshops zum Thema „Frühlingsimpressionen“ und wurden so zu Lernexperten, die ihr Gelerntes weitergeben konnten. Kinder und Jugendliche aus umliegenden Institutionen –wie Kitas, Grundschulen, weiterführende Schulen, Förderschulen, Heilpädagogische Heime, Studienseminar Köln, Elterngruppe, Nachbarn- wurden an drei Tagen an unsere Schule eingeladen, um mit unseren Schülern gemeinsam in vorbereiteten Workshops zu lernen. So ergab sich für ca. 15 Gruppen aus Menschen mit und ohne Behinderung die Möglichkeit, an dem inklusiven Unterricht in der Förderschule teilzunehmen bzw. unser Begegnungscafé sowie einen Kreativworkshop für Erwachsene zu besuchen.
Aufgrund der großen und positiven Resonanz der verschiedenen Gruppen, wurde die Frühjahrswerkstatt im Jahre 2009 und 2011 wiederholt und erweitert und konnte somit folgende Workshops, Lernwerkstätten, Lernlandschaften, Stationen, Lerntheken und ein Café im Bereich des gemeinsamen Lernens anbieten:

2008 Frühlingsimpressionen
Frühlingsimpressionen im Schwarzlichttheater, Die Suche nach dem Ei – Bewegungslandschaft, Rund ums Ei – Kreativangebot zur Ostereiergestaltung, kulinarische Frühlingsträume, Frühling in der Werkstatt, Kreativangebot zur Frühlingsdekoration mit Naturmaterialien

2009 Frühlingserwachen
Balancieren mit dem Osterhasen – Niedrigseilgarten, Frühlingsschmaus aus dem Ofen, Kunstwerkstatt Hase und Co., Naturwerkstatt Frühlingserwachen, Frühlingsimpressionen aus Ton, Frühlingsillusionen im Schwarzlicht, Musikalische Frühlingsreise, UK-Erlebniswelt Frühling, Kreativangebot zur Frühlingsdekoration mit Naturmaterialien

2011 Voll bewegt – Total entspannt
Bewegtes Schwarzlicht, Wir rollen durchs Frühjahr – Rollbrettparcours, Oohhmm – bewegt und entspannt im Hier und Jetzt – Yoga, Aus alt mach neu – Fitnessgeräte für Jedermann, Gesunder Rücken das ist klar, wir starten fit ins Frühjahr – Rückenschule, Der Winterspeck muss weg – wir rühren uns vom Fleck – eine Bewegungsgeschichte, Drüber und drunter – immer munter – Erlebnispädagogik im Niedrigseilgarten

Perspektive
Die Frühjahrswerkstatt ist zum festen inklusiven Bestandteil der Martin-Buber-Schule geworden und wird im zweijährigen Rhythmus angeboten. Der Frühjahrswerkstatt geht eine Projektwoche voraus, an dessen Ende alle Eltern die Möglichkeit besitzen, ihren Kindern als Lernexperten zu begegnen. Im Anschluss findet die Begegnungswoche mit den regionalen Institutionen statt. Die Eltern der Martin-Buber-Schule binden sich außerdem über den Schulverein im Bereich des Frühjahrscafés ein.