Berufspraxisstufe

Die BPS ist eine Klasse die sich auf das Berufsleben vorbereitet. Sie hat verschiedene Projekte zum Beispiel die Schüler Firma EigenArt. Wir Filzen
verschiedene Sachen zum Beispiel Lampen oder Schals und Stulpen. Außerdem haben wir noch einen Kiosk in dem wir Cocktails, Sandwiches, Muffins und Süßigkeiten verkaufen. Damit finanzieren wir Ausflüge, z.B. ins Phantasialand. Bei schönem Wetter bieten wir einen super Autopflegedienst an. Jeder ist willkommen sein Auto anzumelden.

Jeden Dienstag haben wir ein Projekt zur Berufsorientierung. Es macht Spaß.

Auszüge aus dem Schulprogramm...

Der in der Regel zweijährige Besuch der Berufspraxisstufe (BPS) deckt die Erfüllung der Berufsschulpflicht ab. In dieser Zeit, die sich als Bindeglied zwischen Schule und Berufsleben versteht, werden die Schüler individuell auf die zukünftige Arbeits- und Berufswelt, das spätere Wohnen, alleine, betreut, in einer Wohngruppe oder in Partnerschaft und auf eine altersadäquate und sinnvolle Gestaltung der Freizeit vorbereitet. Bei der Arbeit in der BPS treten fächerbezogene Inhalte und das Erlernen der Kulturtechniken mehr in den Hintergrund. Hier findet die Förderung in den verschiedensten Unterrichtsbereichen, wie Arbeitslehre, Hauswirtschaft, Medienerziehung, Schülerfirmen usw. statt.

Sowohl in der Auswahl der Unterrichtsinhalte, wie der Ziele, Methoden und Schwerpunkte orientiert sich die Vorgehensweise an den Prinzipien der Erwachsenenpädagogik.

Schwerpunkte stellen für uns Folgende dar:

  • Stärkung der Identitätsentwicklung und des Selbstkonzeptes 
  • Festigung und Erweiterung der sozialen Kompetenzen
  • Selbsttätigkeit, Eigenverantwortlichkeit, Planungskompetenz
  • Kritikfähigkeit und Selbstbehauptung
  • Selbsteinschätzung und Berufsorientierung

Aus diesen Schwerpunkten ergibt sich, für den Unterricht in der BPS, die methodische Konsequenz einer projekt- und werkstattorientierten Arbeit mit größtmöglicher Selbstbestimmung seitens der Schüler in Initiative, Planung, Durchführung und Auswertung von Projekten in lebensnahen Handlungsfeldern.

Dem Bereich Arbeitslehre, Arbeiten, bzw. der Vorbereitung auf die berufliche Zukunft kommt in der BPS eine große Bedeutung zu. So soll den Schülern ermöglicht werden, ihre Arbeitsmöglichkeiten und entsprechenden Qualifikationen möglichst realistisch einzuschätzen, um so zu einer eigenen Arbeitsorientierung zu gelangen. Zu diesem Zweck werden in beiden Schuljahren Praktika in der Werkstatt für Menschen mit Behinderungen (WfMB) und anderen Einrichtungen durchgeführt. Darüber hinaus sind weitere Praktika, wie z.B. begleitete Betriebspraktika auf dem ersten Arbeitsmarkt möglich, wenn sie realistische Erfahrungen für die zukünftige Arbeitswelt der Schüler ermöglichen. In diesem Zusammenhang arbeiten wir eng mit den Werkstätten, der Agentur für Arbeit, dem Integrationsfachdienst, den Schülern und deren Eltern zusammen, um so einen möglichst fließenden Übergang von Schule zum Beruf zu ermöglichen.

Weiter führen wir im Schuljahr 2010/2011 erstmalig ein Projekt zur Berufsorientierung durch. In diesem intensiven achtwöchigen Lehrgang, der von der Koordinatorin für berufliche Rehabilitation der WfMB Leverkusen geleitet wird, erhalten die Schüler die Möglichkeit, sich mit Ihrer Selbsteinschätzung, ihren Neigungen und Interessen, ihren Schlüsselqualifikationen und Fähigkeiten bezüglich der Arbeitswelt auseinanderzusetzen. (Siehe auch BEO)

Eine weitere Möglichkeit zur Vorbereitung auf eine möglichst selbständige Lebensführung, Aufbau von Eigenkompetenz und sozialer Verantwortung, bietet sich einigen Schülern der BPS durch die Ausführung schulinterner Praktika (SIP). Die schulinternen Praktika umfassen Bereiche, wie Arbeiten in der Schulküche, Hausmeistertätigkeiten, Betreuung von Schülern bei der Kletter-AG oder der Wartung der Schüler-Laptops.

Zwei, an Schülerfirmen angelehnte Vorhaben etablieren sich in der Arbeit der BPS. Auch hier sind realistischer Einblick in das Berufsleben und Erwerb der Schlüsselqualifikationen Ziel der kleinen „Dienstleistungsunternehmen“. In der PKW- Innenraumpflege „Buber-Putz-Service“ und dem einmal wöchentlich stattfindenden Schulkiosk erledigen die Schüler so weit wie möglich selbständig alle anfallenden Arbeiten, angefangen von der Werbung, Akquise, über den Wareneinkauf bis hin zur Warenverwaltung und Verkauf. Die erwirtschafteten Gewinne fließen den Schülern selbst zu. Das hebt einerseits Motivation und Leistungsbereitschaft, steigert aber andererseits auch Verantwortungsgefühl und Selbstbewusstsein.

Ein weiterer vordringlicher Bereich, dem im Unterricht der BPS große Bedeutung zukommt ist der Schwerpunkt Wohnen. Das Thema Wohnen als Grundbedürfnis des Menschen wird vor allem durch die Erweiterung der persönlichen Selbständigkeit thematisiert. Im Kontakt zu verschiedenen Wohnmöglichkeiten in der näheren Umgebung, eröffnet sich den Schülern ein differenziertes Feld verschiedener Wohnkonzepte, vom Wohnheim über betreutes Wohnen bis hin zu selbständigem Wohnen mit Betreuungshilfen in bestimmten Bereichen. Hier sollen Eltern und Kinder Einblicke in verschiedene Möglichkeiten erhalten, in dem der Kontakt hergestellt wird.