Sbh - Konzeption

Der Anteil der Schülerinnen und Schüler mit erhöhtem Förderbedarf beträgt an unserer Schule ca. 50%. Die folgenden Ausführungen bezie-hen sich schwerpunktmäßig auf eine Teilgruppe dieses Personenkreises. Im Fokus stehen die Schülerinnen und Schüler, die als zweiten Förderschwerpunkt, neben dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung, den Förderschwerpunkt Körperliche und Motorische Entwicklung haben.

Der Unterricht und die lebenspraktische Förderung dieser Schülerschaft orientiert sich neben den Unterrichtsinhalten laut Lehrplan im besonderen Maße an den fünf Förderschwerpunkten Kogniti-on, Wahrnehmung, Motorik, Kommunikation und Emotionalität. Es wird an der Martin-Buber-Schule großen Wert auf Ganzheitlichkeit innerhalb der Förderung gelegt; dieses gilt selbstver-ständlich auch für die Förderung der Schülerinnen und Schüler mit erhöhtem Förderbedarf. Theo-retische Fundierung erlangt dieses Vorgehen durch eine Vielzahl von Konzepten; hervorzuheben ist das „Kombinierte Konzept“ nach S.Dank, sowie das Konzept „Integriertes Lernen“ nach Haupt und Fröhlich. Das Ziel des selbstbestimmten Lernens nach individuellen Möglichkeiten wird hier-bei in wiederkehrenden Alltagssituationen und in der Beziehung zwischen dem einzelnen Lernen-den und der jeweiligen Bezugsperson ganzheitlich umgesetzt.


Ausgangspunkte einer Förderung sind immer das physische und psychische Wohlbefinden des Kindes. Weiterhin sollen Anregungsmaterial und Hilfsmittel individuell auf das Kind abgestimmt werden, um die Motivation zu erhöhen. Wichtig ist eine Rhythmisierung der Fördermaßnahmen, auf die sich der schwerstbehinderte Schüler einstellen kann und damit ein Gefühl der Sicherheit bekommt. Hilfreich sind dabei z.B. immer wiederkehrende Rituale und unterrichtsbegleitende Lie-der.


Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass sich die gesamte Förderung nicht einem Konzept im besonderen Maße verschreibt, sondern jeweils individuell an den Bedürfnissen und Möglichkeiten der Schülerinnen und Schüler angeknüpft wird und so eine möglichst optimale Förderung sicher-gestellt werden kann.
Die spezielle Zuwendung wird mit kommunikationsunterstützenden Methoden und Geräten, einer besonderen pflegerischen Begleitung und einem gut vorbereiteten Umfeld komplettiert.


Nachfolgende Graphik zeigt in sehr kurzer Form die Umfassenden Förderansätze der Martin-Buber-Schule auf und bezieht sich besonders auf eine umfassende Förderung der Persönlichkeit.

Organisatorischer Rahmen

  • Es gibt keine Schwerstbehindertenklassen, die Schüler werden in heterogenen Klassen-verbänden unterrichtet.
  • Die Teilnahme an Klassenfahrten, Klassenausflügen und schulischen Gesamtveranstal-tungen ist für die Schüler mit erhöhtem Förderbedarf selbstverständlich.
  • Einzelne Schüler werden durch Fachkräfte in Einzelfallbegleitung sowie durch Absolventen eines Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) begleitet.
  • Zur Förderung dieser Schüler finden AGs statt, teilweise in speziell eingerichteten Räum-lichkeiten.
  • Die Pausenzeiten werden für die Schüler im Innen- und Außenbereich angemessen gestaltet.